Archiv

Bücher

William Shaws Krimi "Abbey Road Murder Song"Ganz ohne Lieblings-Beatle

von Katrin Kaiser am 08.11.2013

Der englische Musikjournalist William Shaw zelebriert in seinem Debütroman den Alltag der 1960er Jahre. Der Protagonist in dem Krimi ist ein echter Sympathieträger, der sich zögerlich auf die Aufbruchsstimmung dieser Zeit einlässt.     » weiterlesen


"Die Filmwelten des Alois Brummer" in der Pasinger FabrikNach 45 Jahren wird der Porno-Papst aus Pasing zur Kultfigur

von Karl Stankiewitz am 04.11.2013

1968 war bekanntlich die Revolution ausgebrochen. Auch die „sexuelle Revolution“. Auch und gerade in München. In der noch heimlichen Hauptstadt wurde sie in jenem und im folgenden Jahr begeistert und intensiv erlebt. Zum Beispiel: Im Stadtmuseum erzielte eine Akt-Ausstellung mit kleinem Porno-Kabinett einen Besucherrekord. Im neuen Erotik-Theater spielten Damen mit freiem Oberkörper. Im Musical „Hair“ standen 30 Schauspieler plötzlich nackt auf der Bühne. In der Kunstakademie wurde, wie sich ein Abgeordneter erregte, „das Obszönste“ an die Wände gepinselt.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz, Münchens dienstältester Journalist und Autor, feiert GeburtstagDer jüngste 85-Jährige der Stadt schreibt und schreibt und schreibt

von Michael Grill am 27.10.2013

Vor fünf Jahren, zu seinem 80. Geburtstag, konnte man sich noch wundern: Er hatte scheinbar tatsächlich mit dem aktuellen Journalismus aufgehört, um fortan "nur noch" Bücher zu schreiben. Inzwischen, zum Beispiel zu seinem 85. Geburtstag an diesem Sonntag (27.10.13), darf man beruhigt sein: Karl Stankiewitz schreibt und schreibt und schreibt weiter, aktuell und engagiert wie eh und je - einzig den Rhythmus hat er verändert.     » weiterlesen


Zum 25. Todestag von Franz Josef Strauß - ein Reporter erinnert sichWie der große Vorsitzende seinen 60. Geburtstag fürstlich feiern ließ

von Karl Stankiewitz am 04.10.2013

Mit gespielter Selbstironie nannte er sich gern „Franz Josef I“. Barock, gönnerhaft, fast absolutistisch war sein Regierungsstil. Wie sehr er sich als Regent fühlte und kurbairischen Fürsten nacheiferte, offenbarten viele seiner öffentlichen Auftritte, seine kaum mehr gespielte Freude, als man ihn beim Salvator-Anstich zum Bayernkönig kürte, vor allem aber seine Pläne für eine pompöse Münchner Residenz, die neue Staatskanzlei. Über den Politiker Franz Josef Strauß, sein Reden und Treiben konnten die Redaktionskollegen zwischen Konstanz, Bremen und Berlin gar nicht genug „Hintergrund“ bekommen. Unser Autor Karl Stankiewitz (Jahrgang 1928) zitiert hier seinen Bericht über die im September 1975 abrollenden Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Großen Vorsitzenden der CSU, der damals erst noch der Regent Bayerns werden sollte.     » weiterlesen


Joël Dickers Roman "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert"Was eine gute und grausame Lolita-Geschichte ausmacht

von Katrin Kaiser am 28.09.2013

Der junge Schweizer Joël Dicker hat einen Roman über zwei Schriftsteller und die Aufklärung eines fiktiven Mordfalles geschrieben - trotz einiger stilistischer Unfertigkeiten ist das Buch sehr lesenswert.     » weiterlesen


Joey Goebels Roman "Ich gegen Osborne"Der Fänger im intellektuellen Nahkampf

von Katrin Kaiser am 16.09.2013

Der Amerikaner Joey Goebel widmet sich gerne den Außenseitern der Konsumgesellschaft. In seinem aktuellen Roman kämpft ein Schüler gegen den Rest der Welt. Er kämpft nicht laut und aggressiv, sondern leise und mit verzweifelter Selbstverteidigung.     » weiterlesen


Über Kardinal Döpfner, der jetzt 100 Jahre alt geworden wäreVolksnah, politisch - ein Mann, der München belebte und beunruhigte

von Karl Stankiewitz am 27.08.2013

Wie Julius August Kardinal Döpfner einst Kirche und Atheismus versöhnen wollte. Der gebürtige Unterfranke wäre am Montag (26.8.2013) 100 Jahre alte geworden.     » weiterlesen


Zum Geburtstag von Sigi Sommer und zu einer neuen Spaziergänger-AktionWie Blasius die "slow motion" erfand

von Karl Stankiewitz am 23.08.2013

Am Freitag (23.8.2013, 11.30 Uhr) enthüllen Bürgermeister Hep Monatzeder und Ute Leucht vom „Netzwerk Slowmotion“ zum zweiten Mal das nunmehr aufgefrischte Standbild des berühmten Spaziergängers und Journalisten Siegfried Sommer am Münchner Roseneck nahe dem Marienplatz. Die Aktion soll auf die Bedeutung des „Fußverkehrs als Mobilitätsform“ aufmerksam machen und die Münchner anregen, ihre Stadt durch slow motion, also „langsame Bewegung“, neu zu entdecken. Dazu dient auch die für Mitte September nach München einberufene internationale Konferenz „Walk 21“. Der 1996 verstorbene Sommer wäre heute zudem 99 Jahre alt geworden. Hier schreibt Sommers langjähriger Kollege und Weggefährte Karl Stankiewitz über Münchens größten Kolumnenschreiber. Es sind Erinnerungen, die bis 1947 zurückreichen.     » weiterlesen


Zur Debatte um die Diskriminierung von Schwulen und LesbenWie München bunt (oder zumindest rosa) wurde

von Karl Stankiewitz am 12.08.2013

Die Hatz auf Homosexuelle in Russland auch durch offizielle staatliche Stellen nimmt immer absurdere Formen an. Nun hat sich die eigentlich als kremlnah geltende Sopranistin Anna Netrebko immerhin vorsichtig distanziert. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb sie vor einigen Tagen aus New York: „Als Künstlerin ist es mir eine große Freude, mit all meinen wunderbaren Kollegen zusammenzuarbeiten – ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, Volkszugehörigkeit, Religion, Geschlecht oder sexuellen Orientierung.“ Dabei wird leicht vergessen, dass auch hierzulande die Diskriminierung von homosexuellen Menschen vor noch gar nicht allzulanger Zeit recht "offiziellen" Charakter hatte. Ein Blick auf die Schwulen-Geschichte in München aus gegebenem Anlass. (gr.)     » weiterlesen


Richard Wagner analysiert von Bernd Oberhoff„Reise in eine frühe Zeit unseres Lebens“

von Michael Weiser am 19.07.2013

Richard Wagner auf der Couch: In seiner musikpsychoanalytischen Studie entschlüsselt Bernd Oberhoff die Tetralogie des „Rings des Nibelungen“ als ein entwicklungspsychologisches Drama. Wer ihn hört, taucht demnach in eine ganz frühe Zeit seiner Kindheit ein, in der noch nichts recht bewusst ist.         » weiterlesen


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