Allgemein
"Geschmackssache – Mode der 1970er Jahre" im StadtmuseumPolyestermaschengewirkte Staying-alive-Happyness
Ach, wie war das damals bunt: Eine Ausstellung im Stadtmuseum zeigt Mode der 1970er Jahre. Viele mehr aber auch nicht. » weiterlesen
Interview mit Chad Urmston von State Radio„Das was dich bedrückt einfach wegspringen“
Chad Urmston, der Frontmann von State Radio erkennt uns sofort und spricht uns, ohne groß zu überlegen, mit Vornamen an. Noch im Januar hat er mit seiner Band Dispatch in München gespielt und uns ein Interview gegeben. Heute, keine zwei Monate später, tritt er auch mit seinem Nebenprojekt State Radio im Backstage auf. Selten trifft man so unprätentiöse, geerdete Künstler. Chad entschuldigt seine Bandmitglieder: Bassist Chuck Fay muss sich anziehen und zum Soundcheck; Schlagzeuger Mike Najarian schläft schon den ganzen Tag, keine Ahnung ob der noch auftaucht. Ein Interview, ein bisschen wie in einer Studenten-WG - nur spannender. » weiterlesen
Hagen Rether im Prinzregententheater"Ist doch alles gut!"
Hätte man das mal vorher gewusst, man hätte sich einen Müsliriegel eingepackt. Oder Traubenzucker. Oder was auch immer diese Radsportler essen, um dem Körper kurz vor dem Endspurt – eigentlich schon im Wachkoma – nochmal Energie zuzuführen. Matt hält man sich an den Rückenlehnen der Theaterstühle fest, als man nach dreieinhalb Stunden Hagen Rether das Prinzregententheater verlässt. Selten sind dreieinhalb Stunden sitzen so fordernd, so anstrengend, so bleischwer und so inspirierend und federleicht zugleich. » weiterlesen
Deutscher Tanzpreis für Ivan Liška: Noch immer Sehnsucht nach dem Meer
Bevor er 1998 die Leitung des Bayerischen Staatsballetts übernahm, tanzte er wichtige Rollen in Düsseldorf, München und Hamburg. Heute wird Ivan Liška mit dem Deutschen Tanzpreis geehrt. Um mehr über den Preisträger zu erfahren, schickte ihm Kulturvollzug Marcel Prousts (leicht modifizierten) Fragebogen. » weiterlesen
Christian Stückl wuchtet den „Stellvertreter“ auf die Bühne: Viel Diskurs, wenig Theater
Als es gegen Ende des Abends zu regnen beginnt, kommt das einer kleinen Erlösung gleich: Endlich ein theatrales Mittel jenseits des Gesprochenen! Fast wäre man vertrocknet zwischen all den Wörtern, zwischen all den argumentativen Aufbauten, die Rolf Hochhuts Drama „Der Stellvertreter“ inszeniert, um logisch fiktiv und historisch fundiert aufzuzeigen, dass sich Papst Pius XII. schuldig gemacht hat, weil er lächerlich wenig bis nichts gegen die Massenvernichtung der Juden im Dritten Reich unternahm. » weiterlesen
Holger Dreissigs "Heiratsmarkt" im i-camp: Slapstick, Schmäh und Mopsmoderne
Mit seiner 21. Verwaltungsperformance „Heiratsmarkt“ feiert Autor und Regisseur Holger Dreissig heuer ein Jubiläum. Seit 20 Jahren nun schon hält er das Münchner Publikum an, mit ihm über das Verhältnis von Theater und Verwaltungsperformance zu forschen. Es scheint allerdings gewaltiger Umwege und Denkschleifen zu bedürfen, die Begrifflichkeit des Langzeitprojekts selbst zu klären, widmet sich Dreissig mit seinen Stücken doch seit Jahren schon dem, was nicht verwaltbar ist. Könnte es sein, dass es sich da um einen Schmäh handelt? » weiterlesen
Spielart zeigt „Castle of Dreams“: Wie lautet das erste Gebot des Kapitalismus? Konsumiere bis der Affe in Dir zum Orgasmus kommt!
Karriere, die Umwelt retten, Liebe, Kinder, oder doch ein Haus? In Anbetracht der Tatsache, dass wir vorerst nur dieses eine Leben zur Verfügung haben, kommt man nicht umhin, sich ein, zwei Gedanken zu machen. Wie will ich leben? Wenn dann erstmal ein bisschen Zeit vorbeigerauscht ist, merkt man, dass zwischen Geld verdienen und Geld ausgeben nicht viel Raum bleibt, für das, was wir mal vom Leben wollten, für schöngeistige Ideale zum Beispiel, oder für politisches Engagement über den Wahlzettel hinaus. In seinem Stück „Castle of Dreams“ konfrontiert der japanische Regisseur Daisuke Miura uns mit eben dieser Absurdität. » weiterlesen
Forschungsreise wider das Vergessen (4): Von Lublin nach Kaunas
Der Künstler Paul Huf tritt mit dem Zeitzeugen Ernst Grube, seiner Frau Helga Hanusa und der Autorin Renate Eichmeier die "Forschungsreise wider das Vergessen" an. Die Texte, die die Reisenden Tagebuchartig verfassen, erscheinen hier in ihrer Originalfassung. » weiterlesen
Forschungsreise wider das Vergessen (3): Von Auschwitz nach Lublin
Der Künstler Paul Huf tritt mit dem Zeitzeugen Ernst Grube, seiner Frau Helga Hanusa und der Autorin Renate Eichmeier die "Forschungsreise wider das Vergessen" an. Die Texte, die die Reisenden Tagebuchartig verfassen, erscheinen hier in ihrer Originalfassung. » weiterlesen
Gedenken in privaten Raum bringen: Der Künstler Paul Huf und seine "Forschungsreise wider das Vergessen"
Eine seltsame Stimmung herrscht bei den vier Forschungsreisenden, die da am Bahnhof in Milbertshofen für ein Foto posieren. Sie lächeln, ja. Und der Künstler Paul Huf strahlt sogar eine Art von Vorfreude aus. Ernst Grube, der 78-jährige Holocaust-Überlebende, seine Frau Helga Hanusa und die Journalistin und Autorin Renate Eichmeier wirken eher angespannt. Kein Wunder. Die Reise geht in die Vergangenheit, in das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte. » weiterlesen

