Uwe Eric Laufenbergs Parsifal in BayreuthViel hilft viel auf der Nahost-Expedition

Am Ende löst sich alles auf. Amfortas, Kundry – überdimensional wird ihr sieches Antlitz für einen kurzen Moment auf die Bühne geblendet, um sogleich im Diffusen zu verschwinden. Selbst die Totenmaske Richard Wagners erscheint in dieser Trias der von Leid und Verdammnis Befreiten. Eine Spur Überheblichkeit darf man da ruhig unterstellen, Regisseur Uwe Eric Laufenberg, der vor anderthalb Jahren für den geschassten Jonathan Meese eingesprungen ist, wollte den Parsifal nach all dem betörenden Ballast der letzten Produktionen aufs Eigentliche zurückführen: den religiösen Gehalt. Doch erlöst wurden weder das Bühnenweihfestspiel, noch der Komponist.     » weiterlesen
Hallo Welt, wir sind dann mal weg!

"Favoriten III - neue Kunst aus München" im Kunstbau des LenbachhausesHallo Welt, wir sind dann mal weg!

Wenn sich die Ereignisse in Echtzeit überschlagen, scheint erst einmal nichts so unnötig wie der Diskurs um eine Gegenwartskunst, deren Wahnwitz und Provokation von der Realität überholt werden. Doch wie wichtig das Museum als Schutzraum für Reflexion gerade jetzt ist, stellt schnell fest, wer trotzdem hingeht. Das zeigt auch die aktuelle Ausstellung „Favoriten III“ im Kunstbau des Lenbachhauses. Für die (nach 2005 und 2008) dritte Staffel haben die Kuratorinnen Eva Huttenlauch und Stephanie Weber zwölf junge Künstler ausgesucht, die in München ihren Arbeitsschwerpunkt haben.     » weiterlesen
Archaische Transzendenz, spirituelle Strahlkraft

Michael Buthe im Haus der Kunst und in der Sammlung GoetzArchaische Transzendenz, spirituelle Strahlkraft

Er war ein Hohepriester ornamental-versponnener Schönheit, nannte sich „Michel de la Sainte Beauté“. Jetzt kann man das spektakulär eigenartige Oeuvre von Michael Buthe (1944-1994) in einer Doppelausstellung erleben, die zeitgleich im Münchner Haus der Kunst und in der Sammlung Goetz stattfindet. Während man im Haus der Kunst – die Retrospektive ist eine Kooperation mit dem Kunsthaus Luzern und dem Genter S.M.A.K. – einen Überblick über Buthes Gesamtwerk gewinnt, liegt im Hause Goetz der Fokus auf der Freundschaft, die Ingvild Goetz mit jenem seit den 1970er Jahren pflegte.     » weiterlesen