Archiv

Bücher

Bibliothek und Weltchronik des Nürnberger Arztes Hartmann Schedel in der StaatsbibliothekSo lebte der erste bairische Bücherwurm

von Christa Sigg am 18.12.2014

Bibliophil war er, aber das klingt noch zu harmlos. Immerhin 700 Bücher hat Hartmann Schedel (1440-1514) hinterlassen – fremde wie selbst verfasste -, und beim Blick auf die Zeit sollte man dann doch eher von einem "Büchernarrischen" sprechen. Im späten Mittelalter war eine so umfangreiche private Sammlung jedenfalls nichts weniger als sensationell. Damit konnte der am 28. November vor 500 Jahren verstorbene Nürnberger locker mit den gut ausgestatteten Klosterbibliotheken Europas mithalten, sie oft sogar übertreffen.     » weiterlesen


Almudena Grandes' Roman "Inés und die Freude"Von den Helden des Arán-Tals

von Katrin Kaiser am 23.11.2014

In ihrem kürzlich auf Deutsch erschienenen Roman "Inés und die Freude" erzählt Almudena Grandes die bewegende Geschichte einer spanischen Kommunistin in den Jahren zwischen 1936 und 1977 und erinnert dabei an ein fast vergessenes historisches Ereignis. Am kommenden Sonntag (30. November 2014) präsentiert die Autorin ihr Buch bei der Münchner Bücherschau.     » weiterlesen


Vor 60 Jahren startete der moderne BahntourismusHotel und Tanz auf Schienen - die Mutationen eines Transportmittels

von Karl Stankiewitz am 01.11.2014

Zuerst sattelten die deutschen Urlauber – dank Wirtschaftswunder - aufs eigene Automobil um und fühlten sich richtig frei. Dann waren es die zunächst noch mit Propellern motorisierten, doch schon bald düsengetriebenen Charterflugzeuge, die ein messbares Quantum von Ferienreisenden der Deutschen Bundesbahn entzogen. Ungefähr zeitgleich wurde sie von immer dicker werdenden Kreuzfahrtschiffen nicht gerade gerammt, aber doch bedrängt. Und schließlich, seit jüngster Zeit, schnappen sich rasch vermehrende Fernbusse einen immer größeren Anteil von Reisenden.     » weiterlesen


"Lob der Realität" von PeterLichtDer Suchende wird sichtbar

von kulturvollzug am 31.10.2014

PeterLicht gelang 2001 mit dem Underground-Song „Sonnendeck“ ein unerwarteter Charterfolg. Seitdem arbeitete das einstmalige Phantom der deutschen Literaturszene fleißig an deutschen Theaterhäusern wie den Münchner Kammerspielen, dem Berliner Maxim Gorki Theater oder dem Schauspielhaus Köln – und macht weiter deutsche Popmusik. Seine aktuelle Live-Doppel-CD „Lob der Realität“ (Staatsakt/Rough Trade) hat er per Crowdfunding gleich von Fans mitproduzieren lassen, weil ihm sein Hauslabel zuvor den Plattenvertrag gekündigt hatte. Vor wenigen Tagen ist das neue gleichnamige Buch des 3sat- und Ingeborg-Bachmann-Preisträgers (2007) erschienen. Parallel tourt er gerade durch die Republik und macht am 12. Dezember Halt in München („Schwere Reiter“). Höchste Zeit für einen Realitätscheck.     » weiterlesen


Der Bayerische Rundfunk feiert ein Jahr der JubiläenBastler und Botschaften aus dem Bahnhofsviertel

von Karl Stankiewitz am 24.10.2014

Vor 90 Jahren gründete der Likörfabrikant Robert Riemerschmid zusammen mit drei anderen Münchnern die „Deutsche Stunde in Bayern“. Von einem Studio im Verkehrsministerium aus wurden die Eröffnungsansprache und das anschließende Festkonzert drahtlos ins Auditorium maximum der Universität übertragen. Die regelmäßigen Sendungen beinhalteten zunächst fast ausschließlich Zeitansagen, Nachrichten, Wetterberichte, Börsennachrichten – und etwas Musik. Aber schon am 4. September 1924 wurde erstmals ein Sängerwettbewerb mit immerhin 3880 Meldungen gesendet und am 21. Februar 1925 die erste Oper, der „Lohengrin“. Dies gilt als die Geburt des Bayerischen Rundfunks, auch wenn der Name „Bayerischer Rundfunk GmbH“ erst 1931 auftauchte, als bereits eine Viertelmillion Hörer gezählt wurden. Zu diesem Jubiläum gesellen sich heuer noch weitere.     » weiterlesen


Vor 60 Jahren gründete Werner Kubsch in München die Studiosus-ReisenSchönste Eindrücke und schlimmste Abenteuer

von Karl Stankiewitz am 07.10.2014

Am morgigen Mittwoch (8. Oktober 2014) wird das Reiseunternehmen Studiosus 60 Jahre alt. Gefeiert wird, wohl wegen der politischen Relevanz, in Berlin, und nicht am Stammsitz München. Es geschah an der Ludwig-Maximilians-Universität, dass nach dem Krieg einige Studenten 1954 eine „Süddeutsche Studienferien-Gemeinschaft“ gründeten. Treibende Kraft war Werner Kubsch, der das Unternehmen schon zu Lebzeiten zur „größten unabhängigen Bildungs- und Kulturreiseorganisation“ entwickelte, wie es in der Würdigung eines internationalen Gremiums heißt. Eine legendäre Gestalt in der Geschichte des Tourismus.     » weiterlesen


Olga Grjasnowas Roman "Die juristische Unschärfe einer Ehe"Postmodernes Couple on the run

von Katrin Kaiser am 12.09.2014

In ihrem zweiten Roman beschreibt die junge deutsch-aserbaidschanische Autorin Olga Grjasnowa innere Distanzierung und emotionale Machtdemonstration als Überlebensstrategien einer entwurzelten Generation.     » weiterlesen


Auf den Spuren der Münchner Bohème des 19. Jahrhunderts im IsartalWo nicht nur der Buchenwald auf den blonden Liebling wartete

von Karl Stankiewitz am 25.06.2014

Einen Blick in das „Liebesnest der Weltliteratur“ will eine Ausstellung bieten, die am 27. Juni 2014 im Hollerhaus von Irschenhausen unter dem Titel „Heimweh nach draußen“ eröffnet wird. Die anzüglich-anspruchsvolle Bezeichnung gilt einer Reihe von Schriftstellern und Künstlern, die seit Ende des 19. Jahrhunderts im Isartal südlich von München, im heutigen Landkreis Wolfratshausen, einen Ableger der Schwabinger Bohème gegründet hatten. Eine Tradition, die wenig bekannt ist und nun neu belebt wird, nicht zuletzt durch einen rührigen Kulturverein im Bauerndörfchen Irschenhausen.     » weiterlesen


Tagung zu Robert Musil und dem 1. Weltkrieg im Münchner LiteraturhausDer amorphe Mensch

von kulturvollzug am 16.05.2014

„Ende Juli. Eine Fliege stirbt: Weltkrieg.“ Im Werk des österreichischen Schriftstellers Robert Musil gibt es nur wenige direkte Thematisierungen des 1. Weltkrieges. Die Musil-Forscher, die im Münchner Literaturhaus vom 8. bis 9. Mai 2014 zusammengekommen waren, um die Bedeutung der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts für Musil auszuloten, verfolgten daher zwei spannungsgeladene gegensätzliche Zugänge: Biographische Einsichten zum K.u.K.-Offizier Robert Musil an der Weltkriegsfront in Südtirol und literaturwissenschaftliche Untersuchungen der Spuren der Kriegserlebnisse in seinem Werk.     » weiterlesen


Martin Arz und sein 5. Max-Pfeffer-Krimi "Westend 17"Hinrichtung an der Hackerbrücke

von Olga Levina am 17.04.2014

Im Rahmen des Krimifestivals präsentierte der Museumsladen "Servus Heimat" am 10. April 2014 einen neuen Fall des homosexuellen Münchner Kriminalrats Max Pfeffer. Das zentrale Thema ist diesmal die Zwangsehe, die der Autor aus einer eher ungewohnten Perspektive betrachtet. Es geht um harte Schicksale, und Männer, die vor ihren Familien auf der Flucht sind.     » weiterlesen


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