Tanz
"Take 5" mit Gauthier Dance in der SchauburgFetzig, rasant und mit viel Komik - Wenn Tanzen Spass macht
Wenn Tanztheater so sinnlich und mitreißend ist wie bei Gauthier Dance, findet das als spröd verrufene Genre von selbst sein Publikum. 2007 gründete Eric Gauthier, langjähriger Solist am Stuttgarter Ballett, seine freie Truppe, seit 2008 gastiert die inzwischen international renommierte Company regelmäßig in der Schauburg. Deren Chef George Podt will Jugendlichen die Berührungsangst vor Modern Dance nehmen, und niemand kann das besser als Gauthier Dance: fetzige Musik, rasante Bewegung, viel Komödiantik, und alles hochprofessionell. Tanz soll Spaß machen - und das macht auch „Take 5“. Die Zuschauer aller Altersstufen tobten begeistert. » weiterlesen
Höhepunkt der Ballettfestwoche 2013Wir schenken uns einen Abend voller Pas-de-Deux
Mit der elften Terpsichore-Gala feierte das Bayerische Staatsballett seine Prinzipalin Lucia Lacarra. Deren Lieblingsgattung ist der Pas-de-Deux, und so gab es ein Gipfeltreffen der Zweisamkeiten. » weiterlesen
Start der Ballettwoche mit Terence Kohlers "Helden"Verwirrende Jagd nach Innovation
Terence Kohler präsentiert ein weiteres Mal abendfüllende Neoklassik. Seine "Helden" sind hypnotisch, bleiben aber über weite Strecken rätselhaft. » weiterlesen
"Anything goes" vom GärtnerplatztheaterDas geht alles, aber es möge niemand an Fred Astaire denken
Benjamin Franklin ist auch dabei. Eigentlich heißt er Chuseok, ist fünf Jahre alt, fünf Kilo schwer und ein Findling aus Südkorea. Seinen Platz hat er üblicherweise in der Handtasche einer Millionärin. Und weil das Stück auf einem Ozeandampfer spielt, wurde ihm ein Matrosenanzug verordnet. Das Casting war rundum erfolgreich: Ein drolligeres Schoßhündchen hat man selten auf einer Bühne gesehen. » weiterlesen
Jiri Kylians "Zugvögel" zurück am StaatsballettGeisterreigen um die Größe des Alterns
Jiri Kylians "Zugvögel" kehren zurück ans Bayerische Staatsballett. Das Stück, das der Meister der Neoklassik für München schuf, hat nichts von seinem Charme verloren: Der Parcours durch die Unterwelt des Nationaltheaters ist immer noch erfrischend chaotisch, die Pas-de-deux auf der Bühne versetzen immer noch in Trance. Und gerade im halbfertigen Charakter des Werks liegt sein Appeal. » weiterlesen
Holger Dreissigs "Zeitmaschine"Utopien der Titanic
„Zeitreisen ist gefährlich“, weiß Holger Dreissig. Warum, erfährt man in seinem neuen Theaterstück „Zeitmaschine“ im i-camp. » weiterlesen
Zum Tod der Kritikerin Sigrid HardtAls die Sterne noch leuchteten
Diese Stadt München ist voller alter Geschichten, in denen eine Zeitung eine Rolle spielt, die alle mochten: Die schnell war und seriös, unterhaltsam und charmant, ernsthaft und engagiert. Die Reporter, Redakteure und Kritiker hatte, die mal besser und mal schlechter schrieben, aber für die die Suche nach Wahrheit nichts Lächerliches, sondern etwas Erstrebenswertes war und die Kulturjournalismus als Obsession betrieben und das auch durften. Eine Redaktion voller Sterne, die stolz war auf ihre Schreiber und Querköpfe, und die nicht als Contentmaschine von willfähigen Chefs und Eignern bis zur Stromlinienförmigkeit heruntersaniert worden war. In einer solchen Zeitung arbeitete Sigrid "Sigi" Hardt. » weiterlesen
„Danz Mathilda“ in der DrehleierWirtshaus? Musical? - Unter jedem Dach ist ein Ach!
Natürlich sind die Brettlbühnen längst verschwunden. Bestenfalls wiederkehrend in überseeischem Neo-Bavarismus. Verschwunden wie ihre Heimat, die Vorstädte - verformt, amalgamiert, upgedated von der Gentry des Spekulantenadels. Dennoch, in einem Haidhausen der Erinnerung fand mit dem Wirtshausmusical „Danz Mathilda“ in der Drehleier an der Rosenheimer Straße ein schräg charmanter Brettlabend statt. Bei Sex und Crime knarzte es gehörig. Das Wirtshausmusical von Hubbi Schlemer ist „ausnehmend eindringlich“. » weiterlesen
Polina Semionova in MünchenZwei Weihnachtssterne fürs Staatsballett
Tschaikowskys Weihnachtsklassiker hat in der entrümpelten Fassung von John Neumeier ohnehin eine wohltuende Wirkung. Wenn auch noch alle Rollen perfekt besetzt sind und eine gefeierte Ballerina das Ensemble entflammt – dann ist Weihnachten im Nationaltheater. » weiterlesen
Butoh-Performance in der Halle 7Tanzen mit Gott und Mussolini
„Anicca Lava“ ist ein Tanzstück über die Unbeständigkeit des Seins - so kündigen es die Butohtänzer Alexander Wenzlik und Seda Büyütürkler an. Und überhaupt sei alles im Fluss der Vergänglichkeit, die das Fundament des Alltags bilde. Soweit zur Schärfe der Unschärfe, im Besonderen zu den Risiken der Fortbewegung auf zwei Beinen. Ein Butoh-Abend im Theater Halle 7. » weiterlesen

