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München West

Ausstellung der Münchner Krippenfreunde im Alten RathausBollywood-Maria und Brauchtum

von Christa Sigg am 23.12.2016

Wie praktisch! Geht’s auf Weihnachten zu, nimmt man einfach nur den Deckel ab. Nach Dreikönig kommt er wieder drauf, und die ovale Spanschachtel verschwindet im Keller oder sonst wo. Dazwischen aber hat man eine veritable Krippe mit allem Drum und Dran. Entstanden ist diese zweckmäßig kompakte Szenerie im oberösterreichischen Steyr, derzeit befindet sich die ansehnliche Loammandl-Krippe allerdings im Foyer des Alten Rathauses und gehört zu den Hinguckern einer Ausstellung.     » weiterlesen


"Welten.Tänzer" - eine Körperanthologie von und mit Stefan Maria Marb im Schwere ReiterTanz ums goldene Ideal

von Michael Wüst am 18.01.2016

"Im Gebirge ist der nächste Weg von Gipfel zu Gipfel: aber dazu mußt du lange Beine haben". Friedrich Nietzsches Zarathustra, dem das Denken ein Tanz ist, inspirierte Stefan Maria Marb, im Schwere Reiter, ausgehend vom Rückblick auf 25 Jahre seiner Welten als Tänzer und Choreograph, sich mit dem "Selig-Leichtfertigen" zu konfrontieren. Zarathustra, dessen guruhafte Lebensregeln stets im tönenden Erz göttlicher Bevollmächtigung erklingen - "Wahrlich, ich sage euch" -, Zarathustra, der Mussolini und Robert Walser entzückte, der Thomas Mann immerhin achtungsvoll verstörte, Zarathustra, für den die Metaphysiker Pharisäer waren, Zarathustra, der Freund der Wollust. Und widerspenstig selbst dem Autor.     » weiterlesen


Ein neuer Verein für das nördliche BahnhofsviertelRoter Ring statt Rotlicht

von Karl Stankiewitz am 14.12.2015

Ein fünfzehn Tonnen schwerer Ring, rot bemalt und mit zwölf Metern Durchmesser ein regelrechtes „Riesenrad“, wurde 1999 in Bahnhofsnähe gerollt. Eigentlich sollte das von dem bedeutenden italienischen Bildhauer Mauro Staccioli geschaffene Kunstwerk symbolisch über einem Tunnel des Altstadtrings montiert werden. Doch das hätte zu hohe Umbaukosten erfordert. So brachte das runde Ding dann immerhin einen städtebaulichen Akzent in die Brache westlich des Alten Botanischen Gartens. Dem gemeinen Münchner indes blieb der Ring ein Unding, manchen auch ein Ärgernis - zumal er zur Zeit von ähnlich rätselhaften, eher schäbig scheinenden Kunst-Objekten umringt ist.     » weiterlesen


Interview mit Rapper Chefket anlässlich seines Münchner Auftritts"Riesenkrasse Szene in München, aber keiner kriegt es mit"

von Olga Levina am 02.11.2015

Chefket auf "Nachtmensch"-Tour. Es ist kurz vor seinem Auftritt im Feierwerk/Hansa 39. Er hat Zeit für uns. Also los: Wir fragen den Berliner Rapper nach seinem Verhältnis zu München, seinen Inspirationsquellen, seinen Erfahrungen als Sprachbotschafter des Goethe-Instituts und was er machen würde, wenn er Musiklehrer wäre. Sowie noch einiges mehr.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz erinnert sich an die ersten Nachkriegs-Tage im Mai 1945 in MünchenSchatzsuche im Schutthaufen - die Woche zwischen Krieg und Frieden

von Karl Stankiewitz am 11.05.2015

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird das Erinnern immer schwieriger - aber nicht weniger notwendig. KV-Autor Karl Stankiewitz, Jahrgang 1928, hat viele Bücher über Kriegs- und Nachkriegszeiten in München geschrieben. Hier erinnert er sich noch einmal an die Tage Anfang Mai 1945 - die zeitllose Zeit zwischen Ungewissheit und Erleichterung, zwischen Krieg und Frieden.     » weiterlesen


"not in my name" von Dali Touiti im Schwere ReiterKosmische Körperszenen

von Michael Wüst am 28.04.2015

In die schwarze Ursuppe der Nacht fällt ein erstes Wort: Held. Einsetzender Groove. Ein zweites, zuerst nicht zu identifizierendes Wort. In seiner dämonisch, elektronisch zerlegten Codierung erkennen wir: Dreck. Dann wurde Licht. Der Tänzer und Choreograf Dali Touiti zeigte im Schwere Reiter „not in my name“.     » weiterlesen


"Hello my name is - German Graffiti" von Stefan Pohl im Maxim-KinoKunst oder doch Schmiererei?

von Olga Levina am 19.04.2015

Das mehr als 100 Jahre alte Münchner Maxim-Kino zeigt den Dokumentarfilm "Hello my name is - German Graffiti". Anschließend geht der Film auf weltweite Kinotour. Regisseur Stefan Pohl versucht darin das gesamte Spektrum einer Kunstform aufzuzeigen, die sich "auch mal über die Grenzen der Legalität hinwegsetzt".     » weiterlesen


Zur Ausstellung „I live in the East but my Heart is in the West“ in der Pasinger FabrikDeutsche Menschen, was ist das eigentlich?

von Michael Wüst am 14.04.2015

Am 12. Mai 2015 begehen Israel und Deutschland den 50. Jahrestag der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen. Zwei spannende und umfangreiche Veranstaltungen würdigen in der Pasinger Fabrik dieses Datum und laden zu Austausch, Nachdenklichkeit und: Heiterkeit. Am 26. März eröffneten der Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Ludwig Spänle und der israelische Generalkonsul in München Dan Shaham „Mazal Tov!“ ein Festival mit Musik, Performance, Tanz, Lesungen und Diskussionen und „I live in the East, but my Heart is in the West“, eine Ausstellung, kuratiert von Anna Zanco-Prestel und Doron Polak.     » weiterlesen


Arabischer Tanzfrühling im Schwere ReiterFreiheit gibt es nur im Männeranzug

von Isabel Winklbauer am 21.02.2015

Am Valentinstag, also am 14. Februar 2015, eröffneten Ali Moini, Hafiz Dhaou und Aicha M'Barek mit politisch inspirierten Darbietungen die Reihe "Step on Common Grounds" in der Villa Stuck. Nun gab die marokkanische Choreografin Bouchra Ouizgen Einblicke in die Welt der Frauen: "Madame Plaza" stellt drei Aïta vor, Sängerinnen und Tänzerinnen des ältestes Kabaretts von Marrakesch. Deren Künste entsprechen nicht unbedingt europäischen Gewohnheiten, weswegen im Schwere Reiter ein eher verwirrtes Publikum zurückblieb. Berührend war die Vorstellung trotzdem.     » weiterlesen


Neue Galerie "Samsa G. Tuchwaren" in der Schlafwagenfabrik NeuaubingAbgründige Eleganz des Stillstandes

von Michael Wüst am 15.02.2015

Hundert Jahre alt wurde letztes Jahr das Schlafwagenausbesserungswerk in Neuaubing, und 13 Jahre war es bereits leer gestanden. Das musste natürlich früher oder später so einem wie dem Hallenmogul Wolfgang Nöth aufgefallen sein. Nach langwierigen, von Misstrauen geprägten Verhandlungen mit der ehrenwerten Altaubinger Gesellschaft ging nach einem Antikmarkt (ohne fliegende Händler) jetzt eine bemerkenswerte Galerie an den Start.     » weiterlesen


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