Alles handgemacht
Bibliothek und Weltchronik des Nürnberger Arztes Hartmann Schedel in der StaatsbibliothekSo lebte der erste bairische Bücherwurm
Bibliophil war er, aber das klingt noch zu harmlos. Immerhin 700 Bücher hat Hartmann Schedel (1440-1514) hinterlassen – fremde wie selbst verfasste -, und beim Blick auf die Zeit sollte man dann doch eher von einem "Büchernarrischen" sprechen. Im späten Mittelalter war eine so umfangreiche private Sammlung jedenfalls nichts weniger als sensationell. Damit konnte der am 28. November vor 500 Jahren verstorbene Nürnberger locker mit den gut ausgestatteten Klosterbibliotheken Europas mithalten, sie oft sogar übertreffen. » weiterlesen
Ganz in Schwarz
Angegriffen
Feierabend
Das Bayerische Staatsballett mit "Paquita"Federleichte Story, gefährlich schwieriger Tanz
Französischer Besatzer verliebt sich in spanische Zigeunerin, die sich letztlich als seine adlige Cousine erweist. Zwischendrin wollen die Spanier ihn ermorden. Voilà, die Handlung von "Paquita", der neuesten Klassiker-Rekonstruktion des Staatsballetts, ist leicht wie Soufflé - doch bei näherem Hinsehen ist es dann doch ein gut durchtränkter Christmas-Pudding. Choreograf Alexei Ratmansky und Choreologe Doug Fullington haben Marius Petipas Original von 1881 rekonstruiert - und dieses steckt voller technischer Unverfrorenheiten und komplizierter Pantomimen. Eine harte Nuss für das Ensemble wie für die Zuschauer. » weiterlesen
Zum Abschied von Klaus Schrenk bei den Staatsgemäldesammlungen"Man sollte nicht zu viele Vorhaben im Gepäck haben"
Natürlich gab’s ein großes Fest. Hunderte waren im Oktober in die Pinakothek der Moderne gekommen, um ihm Adieu zu sagen. Aber man hat schon gemerkt, Klaus Schrenk steht immer noch nicht gerne im Mittelpunkt. Sechs Jahre lang hat er die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen als Generaldirektor geleitet. Wehmut? Ein Hauch. Mehr lässt er sich nicht anmerken. Hanseate halt. Und dann sind da ja stapelweise Bücher, die auf ihn warten. Ein Gespräch über die Liebe zur Wissenschaft, falsche Hoffnungen und den FC Bayern. » weiterlesen
Beschämend
Rockstar
"Schlagobers" von Richard Strauss mit dem Gärtner-Ensemble in der ReithalleSahnebombe aus skurriler Mixtur
Richard Strauss nannte sein Ballett „Schlagobers“ selbstkritisch eine „läppische Konditorei-Angelegenheit“. Wenn man es wortgenau choreographiert, dann gäbe es darin blumengeschmückte Fiaker zu sehen und jede Menge Leckereien: Lebkuchen, Zwetschgenmännchen, Bonbons, Torten und jene riesigen Töpfe, in denen die köstliche Sahne zum Naschen bereit steht, die man in Österreich Schlagobers nennt. Um dieses Ambiente herum eine Tanzgeschichte zu basteln, ist schon sehr mutig. Ein Firmling nascht beim Kaffeehausbesuch zu viel von allem, was einen Krankenhausaufenthalt unumgänglich macht. Es ehrt den Choreographen Karl Alfred Schreiner, „Schlagobers“ für das Gärtnerplatztheater in der Reithalle wiederentdeckt zu haben. Auch wenn man danach keine große Lust mehr verspürt, sich erneut damit beschäftigen zu wollen. » weiterlesen







