Puccinis "Manon Lescaut" mit Jonas Kaufmann an der OperÜberraschung - es ist so schlüssig wie unspektakulär!
An der Kasse konnte man seit langem hören, was ohnehin jeder echte Freak ahnte: Innerhalb von fünfzehn Minuten waren alle Vorstellungen von Puccinis „Manon Lescaut“ an der Bayerischen Staatsoper ausverkauft. Nicht etwa, weil Spät-Revoluzzer Hans Neuenfels inszenierte. Seit seinem Bayreuther „Lohengrin“ mit den legendären Laborratten muss man bei ihm schließlich immer auf allerlei Schnickschnack gefasst sein. Aber Anna Netrebko und Jonas Kaufmann – dieses Traumpaar wollte sich dann doch niemand entgehen lassen. » weiterlesen
Zehn Jahre "Ballett und Wildnis"Die geheimen Gemeinsamkeiten von Ballerina und Sumpfhuhn
Zehn Jahre ist es her, dass Staatsballett-Choreograf Marc Geifes die Kompanie im Nationalpark Berchtesgaden tanzen ließ. Der Gegensatz von wilder Natur und kunstvollem Spitzentanz entwickelte damals so viel Appeal, dass immer wieder weitere Projekte folgten: Lisa Cullum und Alen Bottaini tanzten 2007 "Giselle" im Abendnebel vor dichtem Berchtesgadener Tannenwald, die Juniorcompany gastierte 2013 in der Weltenburger Enge bei Kelheim - Filme, Ausstellungen und Fotoserien entstanden. Jetzt ist "Ballett und Wildnis" mit einem Preis der Vereinten Nationen ausgezeichnet worden. » weiterlesen
Wohin auch immer er schweben mag
Der Vedutenmaler Bernardo Bellotto alias Canaletto in der Alten PinakothekEuropas grandioser Kulissenschieber
So ganz freiwillig waren die Herrschaften nicht nach München gereist. Aber besser, gemütlich über den Nymphenburger Kanal gondeln, als daheim in den Wirren des Siebenjährigen Krieges unter die Räder kommen. Und Kurfürst Max III. Joseph ließ sich nicht lumpen. Seine Schwester Maria Antonia und ihr Gatte, der sächsische Kurprinz Friedrich Christian, durften sich’s 1761 auf Schloss Nymphenburg bequem machen. Was heute kaum der Rede wert wäre, hätte dieser Besuch nicht zu drei eindrucksvollen Veduten geführt: Im erweiterten Schlepptau der Exil-Dresdner befand sich Bernardo Bellotto (1722-1780), der nun in der Alten Pinakothek einen wohlkonzipierten Auftritt genießt. » weiterlesen
Zum Film über Dieter Hildebrandt - und Münchens neuen Preis-PlänenWeiterlachen gegen die Entklugung
„Es gibt Reden, die kann man nicht halten, die muss man fallen lassen“, hatte der vor einem Jahr verstorbene Kabarettist Dieter Hildebrandt einmal gesagt. Doch die kleine Rede, die der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ihm zu Ehren am Montagmittag in der Lach-und-Schießgesellschaft hielt, sollte man ganz hochhalten. Darin versprach der Oberbürgermeister nämlich einen städtischen Förderpreis für Nachwuchskabarettisten, der zur Erinnerung an den größten Kabarettisten dieser Stadt nach Dieter Hildebrandt benannt werden soll. Wie hoch der Preis dotiert ist, der jährlich zu Hildebrandts Geburtstag im Mai verliehen werden soll, muss noch geklärt werden - so wie überhaupt erst der Stadtrat Reiters Vorschlag akzeptieren muss. » weiterlesen
Ballett "Lauda" in der MichaelskircheLoblied auf den Tanz und das Leben
"Wenn wir die Prüderie des 19. Jahrhunderts abschütteln, können wir den Tanz als spirituelle Ausdrucksform annehmen ... Im Tanz formt die Seele den Körper bis in die Spitzen, und in unserem Körper wohnt ein göttlicher Geist." Philosoph und Jesuit Godehard Brüntrup hielt in der Michaelskirche eine flammende Rede für den Tanz. Schon im Barock habe es ja Schauspiel und Tanz in der Kirche gegeben, sagte er. Diese Tradition nehme die Gesellschaft Jesu jetzt, im Jubiläumsjahr ihrer Wiedererrichtung, mit Norbert Grafs und Simone Sandronis "Lauda" wieder auf. » weiterlesen
"Lament", das neue Album der Einstürzenden NeubautenDer Gott, der Eisen wachsen ließ
Die Einstürzenden Neubauten beschäftigen sich auf ihrem neuen Album „Lament“ mit dem Ersten Weltkrieg. Am Sonntag (16. November 2014) spielen sie in der Muffathalle. » weiterlesen
Reihenkultur
Zur CD "At The Middle" mit Geoff Goodman und Fjoralba TurkuDunkel leuchtende Enklave in einem Nowhere-Palazzo von John Cage
Zur Veröffentlichung ihres Erstlings “Joshua” ist die in Albanien geborene und München lebende Sängerin und Schauspielerin Fjoralba Turku bereits ausgiebig mit Lorbeeren bedacht worden. Dass der Vorschuss keinesfalls verbraucht war, sondern sehr gewinnbringend angelegt wurde, zeigt nun die neueste CD „At The Middle“, die heuer im Sommer bei Tutu Records herauskam. Die beiden spielten erst vor kurzem ein bejubeltes Konzert beim Jazzfest München. » weiterlesen
"Geschichten aus dem Wienerwald" in den KammerspielenTanz den Horvath!
Ein Horvath-Klassiker, der wie ein neues Stück wirkt: In seiner Inszenierung von Ödön von Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald" bittet Stephan Kimmig seine Akteure zum Tanz. Walzer ist da längst nicht alles... » weiterlesen



