Theater
Maximilian Brückner gibt mit „Magdalena“ sein Regiedebüt am Volkstheater: Ein Vater tötet sein Kind und keiner weiß warum
Mariann hustet. Die Gewissheit, dass sie wegen der Husterei bald sterben muss, bekümmert sie nicht, aber, dass ihr einziges Kind „schlecht worn is“, das treibt sie um und macht sie ganz krank. Also bittet sie den Pfarrer um Rat. Der spricht von „Reichtümern im Himmel“. Doch Mariann ist hartnäckig und bohrt ungläubig hinterher: „Unser Herrgott kann doch nicht so schnell fertig sein mit einem Menschen?“ » weiterlesen
Zeitreise mit Stanislaw Lem im Rationaltheater: Pantalone in Sci-Fi-Hosen
Die Vorleser Jo Vossenkuhl und Hank Flemming luden im Schwabinger Rationaltheater zu einer Zeitreise mit Texten von Stanislaw Lem. » weiterlesen
Armin Petras' Ibsen-Drama "John Gabriel Borkman" in den Kammerspielen: Im Bergwerk der verschütteten Gefühle
Furiose erste Hälfte, dann unbekümmerte Groteske: "John Gabriel Borkman" in den Kammerspielen ist so überdreht wie verwitzelt. Doch das Publikum bei der Premiere ging mit - es gab nur Applaus. » weiterlesen
"Theater der Leere" im Schwere Reiter: In Dorns Rüstung in die Zukunft taumeln
Solche Begrüßungen liebt man: „Hier findet nichts statt. Schön, dass Sie da waren.“ Leere Worte in einem leeren Theater? Der Schwere-Reiter-Raum war jedenfalls übervoll bei der Uraufführung „Theater der Leere“ von Katrin Dollinger und Kai Schmidt. Die beiden Dramaturgen aus der freien Szene haben in ihrem gemeinsamen Projekt Ideen zur Zukunft der Staats- und Stadttheater in eine witzig-intellektuelle „postdramatische Doku-Groteske“ umgeformt. » weiterlesen
Interview mit André Jung zur Ibsen-Premiere an den Kammerspielen: "Alle sind rücksichtslos"
Spätkapitalist oder früher Global Player? Ein Mann, der mit seinen Ideen der Ressourcen-Ausbeutung zu früh kam oder mit seinerHoffnung auf Rehabilitation und Nachruhm zu spät? 1906 schrieb der Norweger Henrik Ibsen „John Gabriel Borkman“, das Porträt eines mächtigen Bankdirektors, der kurz vor seinem größten Spekulanten-Coup wegen Veruntreuung ins Gefängnis muss und danach weiter in einem familiären Gefängnis lebt. An den Kammerspielen inszeniert nun Armin Petras das Drama mit André Jung in der Titelrolle. Am heutigen Freitag ist Premiere. » weiterlesen
"Showcase Beat Le Mot" im Marstall - die Kritik: Da gibt es viel zu sehen, aber wenig zu erleben
Performance goes Staatstheater: Die mutige Idee von Intendant Martin Kusej, das Berliner Kollektiv Showcase Beat Le Mot für sechs Wochen den Marstall nach eigenem Gutdünken bespielen zu lassen, versandete mit der Uraufführung „The Happy Ending of Franz Kafka's Castle“ in einem Paradoxon: unterhaltsamer Langeweile. » weiterlesen
"Showcase Beat Le Mot" im Marstall: Interview zum Abschluss eines Berliner Experiments in München
Sechs Wochen lang haben sie den Marstall besetzt und durften ihn nach eigener Wahl bespielen. Der neue Residenztheater-Intendant Martin Kusej hat Ungewöhnliches gewagt und das Berliner Performance-Kollektiv Showcase Beat Le Mot als Künstler „in residence“ eingeladen. Sie zeigten ihre Inszenierungen „Räuber Hotzenplotz“ und „1534“, holten zwei polarisierende Gastspiele und veranstalteten ein Performance-Wochenende. » weiterlesen
Die Wells und Wittenbrink in der Kammerspielen: Ein Familien-Best-of mit hinreißendem Charme
Nach der Trennung der Biermösl Blosn war die Spannung besonders groß: Was macht die Well-Familie ohne den Hans, noch dazu in den Kammerspielen, wo ihnen einst der Durchbruch gelang? Gemeinsam mit Regisseur Franz Wittenbrink ist nicht wirklich ein Theaterabend entstanden. Aber einer, der großes Vergnügen bereitet. » weiterlesen
Markus Bauers "stehende gewässer" in der Halle 7: Pension zur schlechten Aussicht
Hoffnungslosigkeit in der Halle 7: Markus Bauers preisgekröntes Stück "stehende gewässer" erlebt eine Uraufführung, die trotz guter Schauspieler eine entscheidende Frage offenlässt: Worin besteht die Alternative zum vertanen Leben? » weiterlesen
Hans Henning Paars letzter Tanzabend für den Gärtnerplatz: Manchmal wurde auch getanzt
Wenn Ballettchef Hans Henning Paar nach fünf Jahren seinem Intendanten Ulrich Peters nach Münster folgt, geht am Gärtnerplatztheater ausnahmsweise einmal keine Ära zu Ende. Zu unterschiedlich war das, was Paar und seine Compagnie angeboten hatten: zumeist gefällige Virtuosität, oft heiter, dann wieder verstörend in ihren verwirrend bedeutungsschwangeren Inhalten. » weiterlesen

