Mehr als zwei Jahre Kulturvollzug

Kuschelfest mit Bach und Brass

von Achim Manthey

Manfred Manhart und  La BrassBanda-Tubist Andreas Hofmeir (Foto: Achim Manthey)

Mehr als zwei Jahre Überleben im Münchner Mediendschungel. Ein Stück weit über 1500 Beiträge. Und das mit Kunst und Kultur. Ein Grund zum Feiern, fanden wir.

Die Idee entstand in Frühsommer 2010. Etwas mit und über Kultur zu machen. Und dann noch in diesem merkwürdigen Medium. Um die Gründung und die Erfindung des Namens "Kulturvollzug" ranken sich schon heute Legenden. Der erste Artikel erschien im Juli 2010, ausgerechnet über einFreiluftkonzert von La BrassBanda auf dem Dach vom legendären Puerto Giesing. Seitdem sind zwei Jahre und drei Monate vergangen, weit mehr als 1500 Beiträge wurden veröffentlicht. Anlass genug, für den vergangenen Samstag zum zweiten Kulturvollzugsfest in die Kunsthalle Whitebox einzuladen.

Wegen Überfüllung musste die Whitebox nicht geschlossen werden. Aber es waren doch einige Menschen da, die sich diesem Medium verbunden fühlen. Sie konnten die Ausstellung "ArtgeNOSS???" mit neuen Arbeiten der Künstler Dieter Noss und Alexander Müller-Elmau ansehen, die am vergangenen Wochenende ebenfalls in den Ausstellungsräumen stattfand und teilweise einen dissonanten Kontrapunkt zur fröhlichen Feier setzte.

Die Euro Express Brass Band heizte auch in kleiner Besetzung tüchtig ein (Foto: Achim Manthey)

Musikalisch wurde das Fest durch den La BrassBanda-Tubisten Andreas Hofmeir eingeleitet. Er lieferte eine Lehrstunde an Tuba-Virtuosität ab. Wer hätte gedacht, dass sich diesem eher schwerfällig scheinenden Blasinstrument derartige Leichtigkeit, ein solches Tremolo entlocken lässt. Kongenial begleitet von Manfred Manhart am Akkordeon - super! - und dem Percussionisten Helmut Wagner gab es Kompositionen von Bach bis Pergolesi zu hören, aber auch moderne Stücke. Es war ein mitreißender Auftritt.

Zu späterer Stunde heizte dann die bewährte Euro Express Brass Band in kleiner Besetzung ein. Und wenn Künstler zusammentreffen und sich verstehen, kann ganz schnell eine Session entstehen. So auch an diesem Abend. Es war schon beeindruckend, wie sich der Ausnahmemusiker Manfred Manhart und sein Akkordeon mit dem Bläser-Ensemble zusammenfand. Manhard spürt genau, in welches Stück er mit seinem Instrument hineinpasst und wo er sich besser heraushält. Für ein Stück griff dann auch Redaktionsmitglied Michael Wüst zum Saxophon.

Lange noch saßen Gäste, Musiker und die Mitglieder der Redaktion bei Wein, Bier und angeregten Gesprächen zusammen. In den großzügigen Ausstellungsraum zogen auf einmal Intimität und gespannte Ruhe ein. Schee wars.

 

 

Veröffentlicht am: 16.10.2012

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