Wildlife im Friseursalon

von Achim Manthey

Foto und Copyright: Florian Wagner

Unter reger Beteiligung der Schönen der Stadt wurde in München die Ausstellung Mara Land/Kenia des Fotografen Florian Wagner eröffnet.

Über mehr als 13.000 Quadratkilometer erstreckt sich das Gebiet des Maraflusses auf seinen 365 Kilometern zwischen seiner Quelle in den Mau-Höhen Kenias und der Mündung im tansanischen Teils des Viktoriasees. In der Trockenzeit zwischen Juli und Oktober ziehen unzählige Herden von Gnus, Zebras und Antilopen, gefolgt von Löwen, Geparden und anderen Raubtieren in das wasserreiche Mara-Gebiet, einem der größten Naturreservate Afrikas.

Hier war der Fotograf Florian Wagner, Jahrgang 1967, in München und Oberammergau lebend und arbeitend, 15 Tage lang unterwegs. Auf dem Pferd wohlgemerkt und ausgerüstet mit Kamera und Optik eines namhaften deutschen Herstellers. Entstanden sind technisch brilliante Aufnahmen, welche die Tierwelt auf ihrem Zug durch das Gebiet zu den Wasserquellen ebenso wie die dort lebenden Menschen, die Masai, in eindrucksvoller Weise zeigen. Bilder aus einem der wohl letzten Paradiese dieser Erde. Schöne Bilder, die berühren.

(Foto: Achim Manthey)

Die Ausstellung wird gezeigt in den Räumen von Le Q am Promenadeplatz in München. Und genau das ist ihr Problem. Die Fotografien und ihre Aussagekraft passen nicht zusammen mit dem Ambiente dieses Wellness-Tempels. Gehängt zwischen Säulen, Waschbecken, Haarpflegeartikeln und sonstigen, dem Wohlfühlen bestimmten Produkten verlieren sich die Bilder in Belanglosigkeit, werden zu schmückendem Beiwerk. Der Betrachter erkennt, dass Fotografien und das Umfeld, in dem sie gezeigt werden, nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Es ist nur schwer vorstellbar, dass sich der Interessent im Alltagsbetrieb ungestört dem Betrachten der Aufnahmen widmen kann, ohne selbst Störfaktor zu sein.

Das haben die überwiegend grandiosen Bilder nicht verdient. Dem Fotografen wäre eine Einzelausstellung in angemessenem Rahmen zu wünschen.

Die Ausstellung ist vom 9. Dezember 2010 bis 8. Januar 2011 in den Räumen von Le Q, Promenadeplatz 12 in München zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Veröffentlicht am: 09.12.2010

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Susi
08.05.2014 12:26 Uhr

Halli Hallo,

an und für sich finde ich die Idee aber trotzdem gut! Ich denke mal über ein stimmiges Konzept für meine Salon nach.

Danke für den Tipp!

Gruß

Friseure Schwabing

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