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Theater

Die Lust am Grauslichen

von Michael Weiser am 16.01.2011

Thomas Bernhard in aller Kürze: Die grotesken Zeitungsmeldungsanekdoten vom „Stimmenimitator“ des galligen Österreichers bringt das TamS unterhaltsam auf die Bühne.     » weiterlesen


Kleine Ritter müssen nicht immer tapfer sein: Peer Boysens Prinz Eisenherz in der Schauburg

von kulturvollzug am 15.01.2011

Helden braucht das Land. Und der kleine Prinz Eisenherz ist wild entschlossen, einer zu werden. Wie er das wird, erzählt seit 1937 die Abenteuer-Comic-Serie „Prinz Eisenherz“ des Amerikaners Hal Foster. Fosters Protagonist mit der Topfschnitt-Frisur abenteuert bis heute aus der Feder anderer Cartoon-Zeichner weiter. Nun ist er auch ein Bühnenheld: In der Schauburg hat Peer Boysen „Prinz Eisenherz“ als bildmächtiges Zauber- und Puppenspiel für Kinder ab 10 inszeniert. Das ist nur der Auftakt. In den nächsten fünf Jahren will Boysen mit sechs  Folge-Inszenierungen das berühmte Comic-Helden-Epos szenisch weitererzählen.     » weiterlesen


Der Klon als Heilsversprechen

von kulturvollzug am 13.01.2011

Es gibt Wiederaufnahmen, die sind allemal eine neue Erwähnung wert. Und dazu gehört „Elementarteilchen“ nach dem Roman von Michel Houellebecq, inszeniert von Johan Simons an den Münchner Kammerspielen. Die Produktion, die 2005 Premiere feierte, ist jetzt wieder zu sehen. Ein Tipp.     » weiterlesen


Marke Oberammergau: Christian Stückl zeigt 2011 im Passionstheater einen „Joseph“ frei nach Thomas Mann

von kulturvollzug am 01.01.2011

  Als er 1990 zum ersten Mal die Passionsspiele leitete, wollte er junge Darsteller. Das sei am schwierigsten durchzusetzen gewesen, verrät Christian Stückl. Seitdem hat der Regisseur und Intendant des Münchner Volkstheaters sich beharrlich den Oberammergauer Bühnennachwuchs herangezogen und  ihn vor seiner dritten Passions-Inszenierung 2010 schon in anderen Stücken erprobt: 2005 in „König David“, 2007 in „Jeremias“, 2009 im „Pestspiel“. Aus dieser Praxis soll nun eine Institution und auf lange Sicht ein Festival werden. Stückl will künftig jedes Jahr im Passionstheater eine hauseigene Aufführung zeigen. 2011 wird am 15. Juli „Joseph und seine Brüder“ nach der Roman-Tetralogie von Thomas Mann Premiere haben.     » weiterlesen


Waschtag am Lech

von Michael Weiser am 29.12.2010

Regisseur Jan Gloger und seine Mitstreiter bringen im Stadttheater Augsburg Mozarts Bravour-Oper „Le Nozze di Figaro“ mit einer Verve auf die Bühne. Trotz Waschkeller-Ambientes lohnt sich ein Ausflug in die Fugger-Stadt.     » weiterlesen


Wir sind Gefangene

von kulturvollzug am 22.12.2010

Heath Ledger war auch dabei: Beethovens „Fidelio“ erlebte am Dienstagabend seine mit Spannung erwartete Premiere an der Bayerischen Staatsoper, mit großem Beifall und dennoch nicht einhellig bejubelt. Spannung? Für die sorgte vor allem Regisseur Calixto Bieito. Und Beifall? Den bekam verdientermaßen nicht nur Star-Tenor Jonas Kaufmann.     » weiterlesen


Verschwunden mit der Schneekönigin

von kulturvollzug am 16.12.2010

Großes Theater für die Kleinen: Das Bayerische Staatsschauspiel pflegt das Kindertheater mit viel Liebe und verblüffendem Erfolg. Unser aktueller Tipp (nicht nur für Kinder): „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen.     » weiterlesen


Ringelspiel am Resi: Jens-Daniel Herzog scheitert mit seiner klinisch-sterilen Inszenierung von Arthur Schnitzlers Drama "Der einsame Weg"

von kulturvollzug am 15.12.2010

„Et in Arcadia ego“ steht an der Wand geschrieben, über dem Hausaltärchen für die gerade verstorbene Frau des Kunstprofessors Wegrat. Arkadien ist kein irdisches Paradies wie Goethes Italien, sondern ein vielleicht seliges Jenseits. Dieses Memento mori, das der italienische Barockmaler Guercino unter einem Totenkopf verewigte (Poussin variierte es wenig später in zwei Gemälden), gilt wohl für alle Personen in Arthur Schnitzlers Drama „Der einsame Weg“. Jens-Daniel Herzogs klinisch-sterile Inszenierung im Residenz Theater stellt das Motto aber nur plakativ aus, ohne es emotional einzulösen. Wäre da nicht Rainer Bock als stilles Kraftzentrum, müsste man die Aufführung schlichtweg als missglückt abhaken.     » weiterlesen


Im schwarzen Herz der Sehnsüchte: Mit „Alles nur Liebe“ bringen Regisseur Andreas Kriegenburg und sein fabelhaftes Ensemble ein schwebend leichtes und zugleich todtrauriges Theater in die Kammerspiele

von kulturvollzug am 08.12.2010

Zur Liebe gehören zwei. Denkt man. Aber häufig lodert sie auch in der Einsamkeit, in den verzweifelten und oft enttäuschten Versuchen, eine Zweisamkeit zu finden. Diesem tragikomischen Aspekt widmen Andreas Kriegenburg und seine acht Schauspieler ihr Projekt „Alles nur der Liebe wegen“, das in den Kammerspielen uraufgeführt wurde. Der Regisseur und sein fabelhaftes Ensemble wurden für diese melankomisch flirrenden drei Stunden mit großem Applaus gefeiert.     » weiterlesen


Zum Teufel mit der High Society

von kulturvollzug am 03.12.2010

Diese „Fledermaus“ holt der Teufel: Gärtnerplatz-Intendant Ulrich Peters lässt den Gottseibeiuns in der Operette von Johann Strauß mitspielen und die ganze leichtlebige Bagage am Ende in die Hölle fahren. Eine insgesamt gelungene Gratwanderung zwischen Tradition und aktueller Interpretation. Viele Bravos und langer Applaus für die Neuinszenierung am Gärtnerplatztheater.     » weiterlesen


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