Archiv

Bühnen

Mit Jamaram im StudioAfrikatage im Groovegarten Eden

von Isabel Winklbauer am 26.08.2014

Ihre größten Erfolge feierte die Band Jamaram mit einem Mix aus Reggae, Rock und Latin-Rhythmen - seit zwei Jahren erkundet die Band allerdings Afrika. Jetzt schließen die Musiker ihre Kooperation mit zimbabwischen Künstlern mit der Produktion einer CD ab. Ein Besuch in einem ganz besonderen Zoo, sozusagen.     » weiterlesen


Sigi Zimmerschied mit „Multiple Lois“ im Theater FraunhoferPoesie vor die Säue

von Michael Wüst am 25.08.2014

Erst schaut nur der Kopf herein, von rechts auf die Bühne. Dann folgt leicht skeptisch der Körper und dreht dem Publikum erst einmal den Rücken zu. Inspektion! Besonders in den Ecken, wo sich der Dreck versteckt, die toten Fliegen. Der Tuberkel. Zimmerschied ist Lois, der Multiple, der Vervielfältigte, der diesen Raum, die Bühne im Fraunhofer, vermietet. Er, der sich und seine Figuren seit 40 Jahren erfindet, kennt diesen Raum und den Dreck in unseren Köpfen. Die Bühne ist das Bewusstsein des Publikums.     » weiterlesen


Stephanie Lottermoser beim Munich Jazz Summer in der UnterfahrtSie hat die Siebenmeilenstiefel an

von Michael Wüst am 17.08.2014

Mit ihrem Hit „Step Ahead“ von der aktuellen CD „Good Soul“ hatte sie bereits letztes Jahr einen großen Schritt nach vorn gemacht. Nun erleben wir Stephanie Lottermoser mit Band in leicht variierter Besetzung an fünf ausverkauften Tagen in der Unterfahrt mit musikalischen Riesenschritten. Und nach der letzten Vorstellung ist sie schon auf dem Sprung ins Studio zur nächsten Produktion. Bekräftigt dies unter anderem mit ihrer Version von „These Boots Are Made For Walking“.     » weiterlesen


"Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus im Café RingelnatzVon Fleischfliegen und Hauptdefaitisten

von Michael Wüst am 03.08.2014

Auf letzte Tage der Menschheit zu setzen, ist nie verkehrt, zumal in diesem Jahr, 100 Jahre nach dem Beginn des ersten Weltkriegs, das allein schon aus Gründen der Feierlichkeit. Aber Karl Kraus´ monumentales, nach eigener Aussage unspielbares Stück „Die letzten Tage der Menschheit“, ist viel mehr als eine wohlfeil passende Pazifismusgeste in diesen Tagen, da sich das Unbehagen in der Kultur wiederum in den quälend gleichen Emanationen der Stupidität Bahn bricht, entblödet. Es ist vor allem und zunächst der heroische Kampf des Sprachpuristen, des Publizisten gegen die Lügen der Journaille, gegen den Krieg der Worte. Jo Vossenkuhl und seine Vorleser Sabine und Christof Wackernagel und Henk Flemming wurden mit einem Bruchstück aus fünf  Akten, in denen Kraus fünf Kriegsjahren folgte, dem Monument gerecht. Eine immer noch fast zweistündige Lesung, im Schwabinger Café Ringelnatz.     » weiterlesen


Zum Filmstart von "Step Up All In"Ein bisschen viel Zirkus um Breakdance

von Isabel Winklbauer am 24.07.2014

Es ist schwer zu erklären, warum Tanzfilme wie „Step Up“ erfolgreich sind. Von Teil eins bis fünfundzwanzig spielen sie dem Zuschauer mehr oder weniger dieselbe Handlung vor, die Charaktere werden nicht erwachsen und auch die tänzerischen Stilrichtungen ändern sich wenig. Offenbar ist der Tanz selbst Grund genug für einen Film – so wie im Klassiker "Die roten Schuhe". Nicht nur das Hauptthema, auch dessen Artisten-Aura übernimmt sein jüngster Nachfahre, "Step Up – All In".     » weiterlesen


"L'Orfeo" bei den OpernfestspielenDes Hippies edler Heimgang in die Unterwelt

von Volker Boser am 21.07.2014

Eine Sekunde nicht aufgepasst, und schon ist es passiert. Da hilft auch kein noch so schöner Singsang. Pluto bleibt hart. Orpheus muss ohne seine geliebte Euridice aus der Unterwelt zurück ins Freie. Dorthin, wo die Welt anfangs noch heil war, wo eine ausgelassene Flower-Power-Gesellschaft sich einen VW-Bus gemietet hatte, um gemeinsam in schöner Landschaft die Vermählung der beiden zu  feiern. Im Prinzregententheater wuchsen die Blumen buchstäblich in den Himmel.     » weiterlesen


Christian Stückls "Sommernachtstraum" in OberammergauAm Anfang dröhnt die Motorsäge

von Michael Weiser am 12.07.2014

Shakespeare mag er, der Christian Stückl. Wie sich derzeit im Passionsspieltheater Oberammergau zeigt. Dort inszeniert der Passionsspielleiter und Volkstheater-Intendant gerade einen anspielungsreichen, witzigen und auch abgründigen "Sommernachtstraum". Ein Tipp für schöne Sommerabende.     » weiterlesen


Cameron Carpenters "Orgelrevolution" in IngolstadtMit dem Spezialschuh Vollgas auf der Dampfwalze

von Michael Grill am 11.07.2014

Die kommende Sensation auf einem Markt, der bislang von Künstlern wie Lang Lang und David Garrett bedient wird, füllt bereits das große Stadttheater: Virtuosität und Ernsthaftigkeit paaren sich mit steiler Optik, die Klassik wird mal wieder auf die Bühne "für alle" geholt. Hier muss man zunehmend von Cameron Carpenter reden, der in Ingolstadt zeigte, dass er nun die Orgel vom Instrument zum Event upgraded - und das ist auch positiv zu verstehen.     » weiterlesen


Elfriede Jelineks "FaustIn and out" von Johan Simons am CuvilléstheaterVom Sinn des Lebens im Fritzl-Keller

von Gabriella Lorenz am 02.07.2014

Eine großartige Aufführung. Zwei Stunden konzentriertes Sprechtheater, bravourös zelebriert von Birgit Minichmayr und Oliver Nägele. Beide wurden  im Cuvilliéstheater mit langem Applaus gefeiert, ebenso wie der  Regisseur Johan Simons. Aber auch ein Brocken, an dem man würgt. Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek arbeitet in „FaustIn and out“ ihre feministische Erregungs- und Schreibwut an dem monströsen Missbrauchsfall Fritzl ab, der 2008 aus einem Kellerverlies ans Tageslicht kam. Und sucht Parallelen zu Goethes „Faust“,  dessen Resi-Inszenierung von Martin Kusej als Spielplan-Schwerpunkt derzeit viele „Faust“-bezogene Produktionen flankieren.     » weiterlesen


Rossinis "Guillaume Tell" erste Premiere bei den OpernfestspielenAufs Denkmal geschossen, aber nur den Apfel getroffen

von Volker Boser am 30.06.2014

Das Ereignis fand 24 Stunden vorher statt. Anna Netrebko sang die Lady Macbeth in Martin Kusejs viel gescholtener Verdi-Inszenierung aus dem Jahr 2008, mit der Nikolaus Bachlers Staatsopern-Intendanz begann  -  inklusive nackter Männer, die von der Decke baumeln und urinierender Statisten. Sie wurde frenetisch gefeiert. Verglichen damit fiel der Beifall nach der ersten Premiere der Münchner Opernfestspiele geradezu gesittet aus.     » weiterlesen


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