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Bühnen

",Geniale Dilletanten' - Subkultur der 1980er-Jahre in Deutschland" im Haus der KunstTanz den Pogo Diabolo!

von Michael Wüst am 21.08.2015

Am 4. September 1981 fand im Berliner Tempodrom die „Große Untergangsshow“ mit dem Untertitel „Das Festival der Genialen Dilletanten“ statt. Die dilettierende Schreibweise soll beabsichtigt gewesen sein. „Geniale Dilletanten“ war 1982 auch der Titel eines Buches im Berliner Merve-Verlag. Heraus- und Titelgeber war Wolfgang Müller von der Band "Die tödliche Doris", das Buch wurde eine Art Manifest dieser Jahre. Im Haus der Kunst, bereitete nun Kuratorin Mathilde Weh, mit Liebe zum Titel und im Rückblick auf einen bis dato letzten Moment real existierender Subkultur vor 30 Jahren, in Kooperation mit dem Goethe-Institut umfassend und spannend Aspekte und Dokumente dieser „dilletantischen“ Zeit auf.     » weiterlesen


"Nachtmensch", das neue Album von ChefketEin Mic, ein Weg, ein Ziel

von Olga Levina am 04.08.2015

Viele kennen den 32-jährigen Şevket Dirican, alias Chefket, als gut gelaunten Live-Support für Rapper wie Marteria oder Samy Deluxe. Wenige wissen, dass er auch als Sprachbotschafter des Goethe-Instituts die Welt bereist, um deutsche Sprache und Kultur zu vermitteln. In den nächsten Tagen veröffentlicht der ehemalige Gewinner des "End of the Week"-Freestyle-Battles sein drittes Album "Nachtmensch".     » weiterlesen


Tania Maria beim Jazz Summer im Night Club des Bayerischen HofesTrunken im Schmelztiegel

von Michael Wüst am 29.07.2015

Wenn es rhythmisch komplex wird, ist man gut beraten, nicht weiter als bis zwei zu zählen. Jede weitere Festlegung würde der Samba zum Beispiel sofort durchbrechen und den Mitzählenden mit Sternlein im Kopf auf der Strecke zurücklassen. So auch nach diesem Konzert: Weißt du wie viel Sternlein stehen? Aber das ist nur die wahre Bewunderung für den Reichtum und die Vielstimmigkeit des Tania Maria Viva Brazil Quartet, das zu Gast war beim Jazz Sommer im Night Club des Bayerischen Hofes.     » weiterlesen


Der neue "Tristan" von Katharina Wagner in BayreuthVon der Liebe nicht mal den Tod

von Christa Sigg am 27.07.2015

Natürlich flog die blonde Mähne wieder kopfüber mit diesem zackigen Katharina-Wagner-Ruck. Der hat meistens etwas Trotziges. Doch diesmal klammerte sich die Festspielchefin verkrampft an ihr Regieteam, zog die Arme der Nebenmänner vor sich, als wollte sie in Deckung gehen. Allein: Es bestand kein Grund dazu, das Bayreuther Premierenpublikum spendierte ihrem „Tristan“ begeisterten Applaus, kein einziges Buh war zu vernehmen. Und das, obwohl Isolde nicht einmal den Liebestod sterben durfte.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über August Everding, dessen Nachlass nun das Stadtarchiv präsentiertDes Theaters General

von Karl Stankiewitz am 20.07.2015

Am Wochenende (18.7.15) stellte das Stadtarchiv an in der Winzererstraße ausgewählte Stücke aus dem nunmehr erschlossenen Nachlass des 1999 verstorbenen Theatermannes August Everding der Öffentlichkeit vor. In einem Podiumsgespräch erinnerten sich Gustava Everding, Mario Adorf und der Kulturjournalist Gerhard Schmitt-Thiel an Everding und die Kammerspiele. Die Witwe hatte die umfangreichen Schriftstücke, Ton- und Filmdokumente, Fotos und Objekte im Oktober 2013 übergeben. Studierende der von Everding gegründeten Bayerischen Theaterakademie bieten Spielszenen und Aktionen. - An August Everding hat auch unser Autor lang zurückliegende Erinnerungen, von denen er hier berichtet.     » weiterlesen


Zur umjubelten "Arabella" an der StaatsoperMusikalisch stark, sonst aber fehlt viel

von kulturvollzug am 18.07.2015

Die Frage, was ein Regisseur sich gedacht hat, wird heutzutage leider gerne im Programmheft beantwortet – und nicht auf der Bühne. Ein solcher Fall ist die neue Münchner „Arabella“, für die Filmregisseur Andreas Dresen im Nationaltheater auch bei der besuchten zweiten Vorstellung kein einziges Buh kassieren musste. Nur warum findet das Publikum die nichtssagende Neuinszenierung gut? Weil sie niemanden provoziert?     » weiterlesen


Seefestspiele in MörbischMit Berliner Charme im Burgenland

von Volker Boser am 17.07.2015

Es werde sich schon ein Plätzchen finden, wo er das Papier „hinstecken“ könnte - da war er wieder ganz der alte Grantler. Zwanzig Jahre lang leitete Harald Serafin die Seefestspiele im burgenländischen Mörbisch, nahe der österreichisch-ungarischen Grenze. Er machte sie zum „Mekka der Operette“. Aber immer noch hat er sich nicht damit abgefunden, dass es ihm nicht gelungen ist, Sohn Daniel als seinen Nachfolger durchzuboxen. Seit drei Jahren leitet die deutsche Sopranistin Dagmar Schellenberger das ambitionierte Festival. Allen Unkenrufen zum Trotz, mit Erfolg: Nach verwackeltem Start mit Millöckers „Bettelstudent“ wurde das Musical „Anatevka“ im letzten Jahr mit insgesamt 168.000 Besuchern zum unerwarteten Hit, den die resolute Chefin aus Sachsen diesmal mit der Strauß-Operette „Eine Nacht in Venedig“ sogar noch übertreffen möchte. Vor der Premiere überreichte sie dem angereisten Oldtimer Serafin noch schnell die Mörbischer Ehrenmitgliedschaft – eben jene Urkunde, für die der mittlerweile 83jährige jetzt das passende Örtchen sucht.     » weiterlesen


Stückls "Nabucco" begeistert in OberammergauLenker der Volksmassen

von Jan Stöpel am 09.07.2015

Große Oper gibt's eben auch außerhalb der großen Städte: Oberammergau wagt sich unter Christian Stückl an Verdis "Nabucco" und meistert seine erste eigene Opernproduktion beeindruckend.     » weiterlesen


Das Werk von Jürgen Rose im Theatermuseum und in der Akademie der Schönen KünsteDer Stoff, der die Bühnenwelt zusammenhält

von Christa Sigg am 02.07.2015

„Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding“, das singt die Marschallin ihrem blutjungen Liebhaber Octavian ins Ohr. Sowieso geht es in Richard Strauss‘ „Rosenkavalier“ dauernd um die Zeit. Doch erst aus der Nähe sieht man, dass am Rock der gereiften Fürstin eine fein drapierte kleine Uhr hängt. Das ist eines dieser beredten Details, die man nicht einmal im Parkett der Staatsoper wahrnimmt. Aber Jürgen Rose, der Kostüme und Bühne für Otto Schenks Münchner Inszenierung entworfen hat, liest eben das Libretto, Wort für Wort. Und taucht ein in die Stücke wie man das eher von den tonangebenden Regisseuren erwartet. Man kann das jetzt in einer überbordenden Doppelschau verfolgen – im Theatermuseum am Hofgarten und ein paar Meter weiter in den Residenzräumen der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.     » weiterlesen


Premiere der Opernfestspiele mit "Pelleas und Melisande"Vor lauter Symbolen den Sinn nicht mehr gesehen

von Volker Boser am 01.07.2015

Immer, wenn sich eine Neuinszenierung von Debussys einziger Oper „Pelléas et Mélisande“ ankündigt, kommen die Intellektuellen aus ihren Löchern. So kann man im Programmheft etwas über „das Phänomen der transgenerationalen Übertragung“ lernen, das sich in der Trauma-Forschung und vor allem in der Geschichte des Holocaust findet. In einem vor der Premiere im Prinzregententheater veröffentlichten Zeitungsinterview wird die junge Regisseurin Christiane Pohle keck gefragt, wie sie denn bitte schön „das performative Aufbrechen einer Entität von Darsteller und Figur“ mit Opernsängern umzusetzen gedenke. Nun gut. Ihre Lösungsansätze waren so überzeugend, dass die Eröffnungspremiere der Münchner Opernfestspiele so einhellig abgelehnt und ausgebuht wurde wie selten eine Aufführung zuvor.     » weiterlesen


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