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Bühnen

Orchesterkonzerte in SalzburgKlangwunder und vollmundige Innigkeit

von Volker Boser am 18.04.2014

Es kommt nicht häufig vor, dass bei einem Klavierkonzert von Mozart dem Orchester die Palme gebührt. Die Sächsische Staatskapelle, seit dem vergangenen Jahr das „Hausensemble“ der Salzburger Osterfestspiele, begleitete im zweiten der Orchesterkonzerte den Pianisten Maurizio Pollini derart sensibel, dass sich nur in höchsten Tönen davon schwärmen lässt: Welch´ ein Einfühlungsvermögen der Holzbläser! Und wie es Christian Thielemann gelang, im langsamen Satz von KV 467 die Streicher singen zu lassen – angesichts der Klangwunder, die sich in dieser halben Stunde ereigneten, hatte der italienische Alt-Star kaum eine Chance.     » weiterlesen


"Arabella" von Richard Strauss bei den Salzburger OsterfestspielenMankos und Missverständnisse im Preußentakt

von Volker Boser am 18.04.2014

Christian Thielemann sah das Ganze pragmatisch: „Renée Fleming und ich hatten einen alten Wunsch, irgendwann die „Arabella“ zu machen. Jetzt hatte sie Zeit, der Strauss-Geburtstag steht bevor, und mit Thomas Hampson konnten wir für sie den perfekten Bühnenpartner finden.“ Gesagt, getan. Mit „Arabella“ von Richard Strauss die Salzburger Osterfestspiele zu eröffnen, ergab schließlich auch Sinn. Dass sich die Zustimmung des Publikums in Grenzen hielt, hatte seine Gründe. Für die Inszenierung von Florentine Klepper gab es Buh, was insoweit überraschte, da Regie eigentlich nicht stattfand.     » weiterlesen


"The Man Behind", ein Tribute an Billy Strayhorn in der UnterfahrtMit dem A-Train der Dekonstruktion zur Kunst

von Michael Wüst am 18.04.2014

Der Sänger Thomas de Lates mit einem Traumtrio, wunderbar neu entdeckten alten Hits wie auch selten gespielten, erlesenen Stücken von Billy Strayhorn, versetzte die Unterfahrt in einen Zustand der Glückseligkeit. Und doch geboren aus Melancholie. Pianist und Arrangeur der kürzlich erschienenen CD „The Man Behind“ Andy Lutter gelang das Wunder einer Klangabbildung von der Big Band in die größte der kleinen Formen, das Trio.     » weiterlesen


The Stranglers in der TheaterfabrikIn der Sonne platzt der Punk-Knoten

von Michael Grill am 17.04.2014

Sie sind Punkrocker der ersten Stunde, aber seit jeher unberechenbar: Die Stranglers verunsicherten schon in den 70ern ihr Stammpublikum durch heftige musikalische Flirts mit dem Pop-Genre. Texte und Attitüde waren stets komplexer als es der Lederjackenfraktion recht war. Und als nun in der Münchner Theaterfabrik endlich zur Eröffnung die Kirmesorgel von Dave Greenfield erklingt, wirkt es bei "Toiler On The Sea" zunächst so, als wolle man in einen Brecht-Weill-Liederabend einsteigen.     » weiterlesen


Ein Rückblick auf "Radikal jung" 2014 im Münchner Volkstheater von Gabriella LorenzImmer nur Sex ist auch keine Lösung

von Gabriella Lorenz am 17.04.2014

Für viele war dies schon das Highlight beim Festival „Radikal jung“. Die französische Truppe „Si vous pouviez lécher mon coeur“ (Wenn Sie mein Herz lecken könnten) wurde beim Theaterfestival in Avignon 2013 mit „Elementarteilchen“ nach Michel Houellebecq als Entdeckung gefeiert. Auch im halbvollen Volkstheater applaudierte das Publikum nach vier Stunden frenetisch. Und verlieh der Aufführung am Ende den mit 2500 Euro dotierten Publikumspreis.     » weiterlesen


"2. Sinfonie Rausch" bei Radikal Jung im VolkstheaterUrsuppe, Mythen, Moshammer - es geht wirklich um alles

von Jan Stöpel am 15.04.2014

Ein richtiger Rausch ist besser als ein nüchternes Ende: Zum Abschluss von "Radikal Jung" gibt's langen, lauten Beifall für "2. Sinfonie - Rausch". Ersan Mondtag masht in seiner kurzweiligen Produktion für das Schauspiel Frankfurt Mythen zusammen und lässt den Kammerspielen schöne Grüße ausrichten.      » weiterlesen


"Elementarteilchen" bei Radikal Jung im VolkstheaterEine Reise und ein Kuss - mitten ins Herz

von Jan Stöpel am 15.04.2014

Abendfüllend, atmosphärisch dicht, mit langer Nachwirkung: Julien Gosselins Inszenierung von Michel Houllebecqs Kultroman "Elementarteilchen" gehört zweifellos zu den Höhepunkten des Festivals "Radikal Jung". Jubel für das Theaterkollektiv "Si vous pouviez lécher mon Coeur" aus Lille. Und ein klares Votum: "Elementarteilchen" ist Publikumssieger von "Radikal Jung" 2014.     » weiterlesen


"Austrian Psycho" bei Radikal Jung im Volkstheater - Kritik von Jan StöpelDer Stoff, aus dem die wirren Träume sind

von Jan Stöpel am 14.04.2014

Krawall oder doch noch irgendwie Kunst, Kasperltheater oder virales Marketing für ein ernstes Anliegen? "Austrian Psycho", eine Uraufführungspremiere bei Radikal Jung am Volkstheater, entzweite die Zuschauer und sorgte für lange Diskussionen.     » weiterlesen


"Austrian Psycho" bei Radikal Jung im Volkstheater - Kritik von Gabriella LorenzKein Stück, nur unbrauchbares Zeug

von Gabriella Lorenz am 14.04.2014

Künstlergruppen suchen sich gerne verrückte Namen. Selten dürfte einer treffender und ehrlicher sein als „Unkoordinierte Bewegung“. Ein Mitglied dieses Wiener Kollektivs erreichte im Oktober 2013 überregionale Aufmerksamkeit: Christian Diaz, Kunststudent und im Nebenjob Kartenabreißer im Wiener Burgtheater, erklomm beim Kongress „Von welchem Theater träumen wir?“ unangemeldet die Bühne und redete vier Minuten lang über den Konzern G4S, bei dem er angestellt war.     » weiterlesen


„Hurenkinder Schusterjungen“ bei Radikal Jung im VolkstheaterDrinnen ist es auch nicht besser als draußen

von kulturvollzug am 14.04.2014

Im WG-Mikrokosmos gibt es alles, was es in der Welt auch gibt. Vor allem aber Sex, Gewalt und Erniedrigung. Viel mehr hat die Inszenierung von Tarik Goetzke im Münchner Volkstheater nicht zu bieten. Dabei birgt Marianna Salzmanns Stück interessante Ideen. Das "Hurenkind" weiß nicht, woher es kommt; der "Schusterjunge" weiß nicht, wohin er geht. So lauten die Umbruchregeln in der Setzersprache. Die Protagonisten von Marianna Salzmann wissen vor allem nicht, was sie wollen.     » weiterlesen


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