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Bühnen

Zur Wiederaufnahme von "Illusionen wie Schwanensee" am StaatsballettErgreifendes Taumeln in den Untergang

von Isabel Winklbauer am 03.02.2016

Was wird aus Münchens John-Neumeier-Repertoire, wenn ab Herbst Igor Zelensky das Bayerische Staatsballett übernimmt? Wer sicher gehen will und sich noch einmal eine Portion des Stoffs servieren lassen will, bevor er vielleicht für immer verschwindet, hat jetzt die Gelegenheit dazu. "Illusionen wie Schwanensee", die Fusion von Petipas Klassiker mit einem Psychogramm unseres Märchenkönigs Ludwig, steht in der Oper wieder auf dem Spielplan. Das Ensemble eröffnete die sechsteilige Serie mit einer hochemotionalen Vorstellung.     » weiterlesen


Simon Solbergs "Odyssee" nach Homer am Münchner VolkstheaterVon nun an gilt's dem Krieg

von Michael Weiser am 29.01.2016

Odysseus, der es mit den Göttern aufnimmt, der Listenreiche, immer Herr der Lage? Im Volkstheater zeichnet Simon Solberg ein anderes Bild des Helden. Und macht aus dem Krieg der Griechen gegen die Trojaner glaubhaft die Urkatastrophe der Menschheit. Sehenswertes Theater, diese "Odyssee" nach Homer, die Tour de Force durch die Geschichte der Gewalt.     » weiterlesen


"Welten.Tänzer" - eine Körperanthologie von und mit Stefan Maria Marb im Schwere ReiterTanz ums goldene Ideal

von Michael Wüst am 18.01.2016

"Im Gebirge ist der nächste Weg von Gipfel zu Gipfel: aber dazu mußt du lange Beine haben". Friedrich Nietzsches Zarathustra, dem das Denken ein Tanz ist, inspirierte Stefan Maria Marb, im Schwere Reiter, ausgehend vom Rückblick auf 25 Jahre seiner Welten als Tänzer und Choreograph, sich mit dem "Selig-Leichtfertigen" zu konfrontieren. Zarathustra, dessen guruhafte Lebensregeln stets im tönenden Erz göttlicher Bevollmächtigung erklingen - "Wahrlich, ich sage euch" -, Zarathustra, der Mussolini und Robert Walser entzückte, der Thomas Mann immerhin achtungsvoll verstörte, Zarathustra, für den die Metaphysiker Pharisäer waren, Zarathustra, der Freund der Wollust. Und widerspenstig selbst dem Autor.     » weiterlesen


"Painting 2.0. Malerei im Informationszeitalter" im Museum BrandhorstMammut-Schau mit Mut zur Behauptung

von Roberta De Righi am 12.01.2016

„Hört auf zu malen!“ war der Bild gewordene Widerspruch: Jörg Immendorff brachte seine Schaffenskrise als Beuys-Schüler 1966 mit einem – gemalten – Imperativ auf den Punkt. Ein großes Kreuz streicht ein Bett mit Beuys-Hut aus. Diese Trotz-Geste taugt zugleich als Symbol für die Identitätskrise der ganzen Gattung nach dem Missbrauch der Figuration und ausgereizter Abstraktion. Mit der Malerei ging es bekanntlich trotzdem weiter, sie wandelte sich, sichtbar verunsichert, manchmal bis zur Unkenntlichkeit.     » weiterlesen


Weihnachts-Premiere am Bayerischen StaatsballettAdam ist ... die 80er

von Isabel Winklbauer am 21.12.2015

Ein riesiger Teddy grunzt, Balanchine blendet und Jerome Robbins' "In the Night" holt die Kastanien aus dem Feuer: Der neue dreiteilige Abend am Staatsballett ist eine ruhige, nordamerikanisch geprägte Zusammenstellung. Vieles ist gefällig, anderes witzig. Wirklich Aufregendes ist jedoch nicht dabei.     » weiterlesen


Julia Benkerts Roman-Debüt "Das Flüstern des Himmels"Über Selbstbestimmung und Spiritualität

von Katrin Kaiser am 14.12.2015

Eigentlich ist Julia Benkert Autorin und Dokumentarfilmerin fürs Fernsehen. Ihr kürzlich erschienener Debütroman ist ein erfreuliches Nebenprodukt dieses Berufs: Ursprünglich plante Benkert einen Dokumentarfilm über die buddhistische Nonne und Sängerin Ani Choying Drolma. Dafür reiste sie 2010 nach Nepal, das zu dieser Zeit durch den blutigen Bürgerkrieg zwischen Royalisten und Maoisten zerrüttet war. Durch die Auseinandersetzung mit dem Land und seiner jüngsten Geschichte, von der man in Europa so wenig weiß, entstand die Idee zu "Das Flüstern des Himmels".     » weiterlesen


Grillparzers "Das goldene Vlies" am ResidenztheaterUnd ewig grüßt das Afrikakorps

von Michael Weiser am 14.12.2015

Was hat Kolonialismus mit Flüchtlingselend zu tun? Eine ganze Menge. Dennoch scheitert Anne Lenk beim Versuch, beide Themen in Franz Grillparzers Dreifach-Drama "Das goldene Vlies" unterzubringen. Weil die Griechen in diesem Drama eben nicht so gut zu Kolonisatoren taugen.     » weiterlesen


Kammerspiele-Intendant Matthias Lilienthal im Interview"Mein Blick hat etwas Touristisches"

von Michael Weiser am 27.11.2015

Seit einigen Wochen schwingt Matthias Lilienthal an den Kammerspielen das Szepter. Kaum war der Intendant zu Atem gekommen, baten wir ihn zum Plausch. Warum es gut ist, über einem Café zu wohnen; warum es nicht gut ist, alle Schauspieler auszuwechseln, wenn man als Intendant anfängt; wie er zu Christoph Schlingensief kam und warum Beirut besser sein sollte als Bayreuth - darüber sprachen wir mit Lilienthal.     » weiterlesen


"Mittelreich" an den KammerspielenEin Fluch noch ins übernächste Glied

von Michael Weiser am 24.11.2015

Großartiges Generationengemälde an den Kammerspielen: Wie man auf die Geschichte eines Dorfes und einer Familie ein deutsches Requiem singen kann, macht Anna-Sophie Mahler in ihrer Inszenierung von Josef Bierbichlers Roman "Mittelreich" vor.     » weiterlesen


Junge Bühne am ResiPinocchio macht verliebt ins Theater!

von Isabel Winklbauer am 15.11.2015

Das Residenztheater erfreut Münchens Familien seit eingen Jahren mit herausragenden Stücken für Kinder. Nach "Pünktchen und Anton", "der "Schneekönigin" und "Odysseus" haben sich Intendant Martin Kušej und Regisseur Thomas Birkmeir Carlo Collodis "Pinocchio" vorgenommen. Die Produktion für Kinder ab sechs nimmt es zum Glück nicht zu genau mit den Buchvorlagen von Collodi und seinen Nachfolgern. Doch das Stammpersonal ist da und erfüllt im fantastischen Bühnenkarusssell alle Erwartungen.     » weiterlesen


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